Pflege Bahr 2013 – Nicht gut für gesunde?

Pflege Bahr 2013 in Anspruch nehmen?

Möchten Sie eine private Pflegezusatzversicherung abschließen, können Sie seit 2013 den sogenannten Pflege Bahr in Anspruch nehmen. Nach der Riester-Rente, ist der Pflege Bahr 2013 ebenfalls eine staatliche Förderung, die den Anreiz zur privaten Vorsorge liefern soll. Mit dem Pflege Bahr 2013 erhalten Sie fünf Euro pro Monat vom Staat dazu, sobald Sie selbst zehn Euro monatlich in eine private Pflegezusatzversicherung investieren. Aber reicht das aus? Gibt es eine Alternative? Wenn Sie links auf „Vergleichsrechner“ klicken, können Sie individuell ausrechnen, ob es für Sie eine bessere Variante gibt.

Voraussetzungen für den Pflege Bahr 2013:

Sie können den Pflege Bahr 2013 in Anspruch nehmen, wenn Sie das 18. Lebensjahr erreicht haben, bereits über die gesetzliche Pflegeversicherung versichert sind und von der Versicherung noch keine Leistungen beziehen oder bezogen haben. Die Versicherungsunternehmen dürfen für die geförderte Pflegeversicherung keine Gesundheitsfragen erheben, keine Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse vornehmen. Mit dem Pflege Bahr 2013 gefördert werden ausschließlich Pflegetagegeldversicherungen bzw. Pflegemonatsgeldversicherungen.

Das bedeutet, Sie erhalten im Pflegefall eine zuvor festgelegte Geldleistung von der Versicherung. Hier muss die monatliche Auszahlung für die Pflegestufe III mindestens 600 Euro betragen. Zudem ist es erforderlich, dass Sie einen Eigenanteil von mindestens zehn Euro pro Monat leisten, damit Sie den Pflege Bahr 2013 in Höhe von fünf Euro monatlich erhalten.

Ist der Pflege Bahr 2013 sinnvoll oder nicht?

Diese Frage lässt sich sowohl mit Ja als auch mit Nein beantworten. Wer bereits gesundheitlich eingeschränkt ist, erhält durch den Pflege Bahr 2013 wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um mit einer privaten Pflegezusatzversicherung für den Ernstfall vorzusorgen. Durch den Verzicht auf Gesundheitsfragen, Risikozuschläge und Leistungsausschlüsse soll ermöglicht werden, dass wirklich jeder Bürger eine private Pflegeversicherung abschließen kann. Leider ist dies aber zumeist auch schon der einzige Vorteil der staatlich geförderten Pflegeversicherung. Laut Stiftung Warentest verfügen die Tarife mit dem Pflege Bahr 2013 mehrheitlich über eingeschränkte Leistungen, die die Versorgungslücke im Pflegefall keinesfalls ausgleichen.

Zudem sind die geförderten Tarife im Verhältnis deutlich teurer als reguläre Policen der Pflegetagegeldversicherung. Hinzu kommt, dass der von der Bundesregierung angestrebte Mindestbetrag von 15 Euro monatlich in der Regel nicht ausreicht, um überhaupt annähernd eine geeignete Pflegezusatzversicherung abzuschließen. Der von Stiftung Warentest zugrunde gelegte finanzielle Bedarf im Pflegefall kann für einen 45-jährigen Modellkunden nur dann durch die private Vorsorge ausgeglichen werden, wenn monatlich etwa 55 Euro für eine private Pflegezusatzversicherung investiert werden. Hier überzeugen mehrheitlich Tarife ohne Pflege Bahr 2013.

Private Pflegeversicherungen vergleichen, kostenlose Beratung nutzen!

Bevor Sie eine private Pflegezusatzversicherung abschließen, sollten Sie sich demnach genau über die zwei verschiedenen Varianten der Versicherung, mit Pflege Bahr 2013 und ohne Pflege Bahr 2013 informieren. Nutzen Sie dafür am besten unseren unabhängigen Versicherungsvergleich online. Auf der linken Menüseite durch einen Klick auf Vergleichsrechner gelangen Sie direkt zum Pflegeversicherung Vergleich und können sowohl die geförderten Tarife als auch die ungeförderten Versicherungen miteinander vergleichen. Achten Sie besonders genau auf den gebotenen Leistungsumfang und lesen Sie auch das Kleingedruckte. Gerne unterstützen wir Sie zudem bei der Wahl der passenden Pflegezusatzversicherung durch eine unverbindliche Beratung.

Möchten Sie von einem unabhängigen Vorsorgeberater kontaktiert werden, können Sie gerne auf der linken Menüseite unser Anfrageformular ausfüllen. Der Versicherungsberater kann Ihnen dabei helfen, die Vor-und Nachteile der verschiedenen Pflegeversicherungen zu erörtern und steht Ihnen bei sämtlichen Fragen Rede und Antwort. Informieren Sie sich immer genau über Ihre persönlichen Möglichkeiten und ziehen Sie gegebenenfalls eine private Pflegezusatzversicherung ohne Pflege Bahr 2013 in Betracht. Selbstverständlich ist die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler jederzeit kostenlos und unverbindlich. Sie sind nie gezwungen, nach der Beratung eine Pflegeversicherung abzuschließen.

Informieren Sie sich zunächst und entscheiden Sie erst dann, ob und welche Variante der privaten Vorsorge für den Pflegefall für Sie sinnvoll ist. Nur dann, wenn der gewählte Versicherungsschutz zu Ihren tatsächlichen Bedürfnissen passt, kann die private Pflegeversicherung Sie im Ernstfall umfassend schützen. Gemeinsam mit einem unabhängigen Vorsorgeberater lässt sich mit Sicherheit die geeignete Pflegeversicherung für Ihre individuellen Anforderungen finden. Unabhängig davon, ob Sie den Pflege Bahr 2013 in Anspruch nehmen oder nicht.