Jeder Dritte über 80 Jahre wird pflegebedürftig!

Für den Ernstfall vorsorgen: Jeder Dritte über 80 Jahre wird pflegebedürftig!

Immer noch zu wenige Menschen sorgen für den Ernstfall vor. Wer jedoch im Alter pflegebedürftig wird und sich lediglich auf die Leistungen des Staates verlässt, riskiert den finanziellen Ruin. Hier sind es laut einer aktuellen Umfrage sogar 28 Prozent der Befragten, die im Pflegefall ausschließlich auf die staatlichen Leistungen vertrauen. Ein Viertel der Bürger hat sich noch nie Gedanken über eine private Pflegeversicherung gemacht.

Bis 2030 wird es in Deutschland 900.000 mehr pflegebedürftige Personen geben!

Dass die gesetzliche Pflegeversicherung die finanzielle Lücke bei Pflegebedarf nicht schließen kann, sollte mittlerweile eigentlich bekannt sein. Dennoch ignorieren laut einer aktuellen Umfrage von Packenius, Mademann und Partner 25 Prozent der Befragten ihr eigenes Pflegerisiko. Hier sind fünf Prozent sogar der Meinung, dass sie nie ein Pflegefall werden. Demgegenüber steht jedoch die Aussage des Statistischen Bundesamtes, die besagt, dass zukünftig jeder Dritte über 80 Jahre pflegebedürftig wird. Bis 2030 wird es in Deutschland 900.000 mehr Pflegebedürftige geben. Hier haften dann auch die Kinder für die Pflegekosten der Eltern, wenn die finanziellen Mittel nicht ausreichen.

Pflegelücke von 750 Euro bis 1650 Euro pro Monat ist keine Seltenheit!

Ein Viertel der Deutschen verlässt sich auf die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Tatsächlich kann die gesetzliche Pflegeversicherung jedoch die Pflegekosten im Ernstfall keinesfalls komplett abdecken. Ein Beispiel: In Pflegestufe III erhalten Pflegebedürftige 1550 Euro monatlich. Die Kosten für den Aufenthalt in einem Pflegeheim belaufen sich allerdings, abhängig vom Bundesland, auf 2300 bis 3200 Euro pro Monat. Somit entsteht eine finanzielle Lücke von 750 Euro bis 1650 Euro – und das jeden Monat. Diese Kosten müssen durch die Rente oder das Ersparte der Pflegebedürftigen gedeckt werden. Reicht das Geld nicht, werden die Kinder zum sogenannten Elternunterhalt herangezogen. Sie müssen folglich für die verbleibenden Pflegekosten aufkommen.

Eine Möglichkeit für die private Vorsorge ist der Pflege-Bahr!

Für die private Vorsorge mit einer Pflegeversicherung hat der Staat nun einen finanziellen Anreiz geschaffen. Mit dem sogenannten Pflege Bahr erhalten Versicherungswillige eine staatliche Förderung von fünf Euro pro Monat, sobald Sie selbst mindestens zehn Euro monatlich in die private Pflegeversicherung investieren. Hier steht der Pflege Bahr jedoch aufgrund teils geringer Leistungen in der Kritik. Ob sich die geförderte private Pflegeversicherung für den Einzelnen lohnt, lässt sich am besten durch ein kostenlosen Versicherungsvergleich ermitteln.

Vorsorgen für den Ernstfall sollten hier sowohl Männer als auch Frauen. Das steht fest. Gerade Frauen sind häufig von Armut im Alter betroffen, da sie zumeist eine geringere Rente erhalten. Neben der geförderten Variante empfiehlt sich oftmals jedoch eine nicht geförderte Pflegetagegeldversicherung. Unterschiedlichen Tests zufolge bieten die Versicherungsunternehmen Deutsche Familienversicherung (DFV) und Münchener Verein (Analyse von Morgen & Morgen) sowie die HanseMerkur (Stiftung Warentest) die besten Pflegetagegeldtarife. Hier sollten Sie jedoch für Ihren individuellen Bedarf selbst ermitteln, welches Versicherungsangebot optimal für Sie geeignet ist. Verwenden Sie dafür einen unabhängigen Vergleichsrechner und informieren Sie sich über die Kosten und den Leistungsumfang der einzelnen privaten Pflegeversicherungen. Nur eine gute private Pflegeversicherung kann die Finanzlücke im Pflegefall zuverlässig schließen und Sie vor einem drohenden finanziellen Ruin im Alter schützen.

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