Der Pflege Bahr Test

Pflege Bahr Test – geförderte Pflegeversicherung nur für Kranke?

Der aktuelle Pflege Bahr Test (05/2013) von Stiftung Warentest ist ernüchternd. Die geförderte Pflegetagegeldversicherung entpuppt sich im Pflege Bahr Test als denkbar schlechteste Variante für gesunde Versicherungswillige. Die Policen der geförderten Pflegezusatzversicherung reichen „bei Weitem nicht, um den Geldbedarf im Pflegefall zu decken. Außerdem sind ihre Vertragsbedingungen oft schlechter als die von ungeförderten Tarifen.“ Wenn Sie wissen wollen, ob sich eine Pflege Bahr für Sie rechnet, verwenden Sie den Vergleichsrechner (links im Menü).

Versorgung im Pflegefall ist teuer!

Die gesetzliche Pflegeversicherung ist von vornherein nur eine Teilkaskoversicherung. Wer die Lücke zwischen den tatsächlichen Kosten der Pflege und den Leistungen der gesetzlichen Versicherung schließen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Für den Pflege Bahr Test hat Finanztest den Geldbedarf für die einzelnen Pflegestufen sowie für die professionelle Pflege zu Hause oder im Heim berechnet. Letztere ohne Unterkunft und Verpflegung. Das Ergebnis: Für die häusliche Pflege in Pflegestufe I werden etwa 530 Euro fällig, für Pflegestufe II bereits 1270 Euro und für Pflegestufe III 2320 Euro. Für die stationäre Pflege setzt Stiftung Warentest für den Pflege Bahr Test die Kosten für Pflegestufe I mit etwa 740 Euro an, für Pflegestufe II mit 960 Euro und für Pflegestufe III mit 1260 Euro.

Die Pflegestufe 0, die in erster Linie für an Demenz erkrankte Personen eingeführt wurde, wird für den Pflege Bahr Test in der Höhe der Auszahlung genauso bewertet, wie Pflegestufe I. Damit sich die private Pflegezusatzversicherung schlussendlich tatsächlich lohnt, müssen die Modellkunden vom Pflege Bahr Test im Alter von 45 Jahren bereits etwa 55 Euro Beitrag pro Monat bezahlen. Wer erst im Alter von 55 Jahren eine private Pflegetagegeldversicherung abschließt, zahlt sogar rund 85 Euro monatlich. Hier erscheint die geförderte Pflegezusatzversicherung mit fünf Euro pro Monat und einem Eigenanteil von mindestens zehn Euro fast lächerlich.

Der Pflege Bahr Test kommt sogar zu dem Schluss, dass die private Pflegetagegeldversicherung in erster Linie für Wohlhabende geeignet ist. Denn wer die Beiträge nicht auf Dauer zahlen kann, verliert den Versicherungsschutz bei Pflegebedarf und sein Geld

Geförderte Tarife reichen nicht!

Die geförderte Pflegetagegeldversicherung schließt im Pflege Bahr Test von Stiftung Warentest zumeist weniger gut ab. Einziger Vorteil: Jede Person ab 18 Jahren kann einen geförderte private Pflegeversicherung abschließen, insofern er nicht selbst bereits pflegebedürftig ist. Die Versicherungsunternehmen dürfen niemanden aufgrund einer Krankheit ablehnen. Wenn nun umgekehrt jedoch viele Kranke die geförderte Pflegeversicherung in Anspruch nehmen, werden zukünftig die Beiträge deutlich steigen, sodass die geförderte Variante teurer wird als die ungeförderten Tarife. Darüber hinaus kommt der Pflege Bahr Test zu dem Urteil, dass die Leistungen der bezuschussten Pflegezusatzversicherung bei Weitem nicht die Versorgungslücke im Pflegefall schließen.

Zudem lassen es die Verträge im Pflege Bahr Test zumeist nicht zu, durch höhere Einzahlungen eine ausreichende Absicherung dazu zu kaufen. Ein weiterer Nachteil der geförderten Pflegezusatzversicherungen im Pflege Bahr Test sind die Leistungen bei Demenz, sprich in Pflegestufe 0. Hier fallen die Auszahlungen deutlich niedriger aus als in Tarifen ohne staatliche Förderung. Oftmals müssen Versicherungsnehmer sogar im Pflegefall weiter Beitrag zahlen, sodass dieser bei älteren Personen, die erst spät eine Pflegezusatzversicherung abschließen, oft schon die Leistungen in Pflegestufe 0 auffrisst.

Vor Abschluss auf jeden Fall die verschiedenen Pflegezusatzversicherungen genau vergleichen!

Bei der Pflegezusatzversicherung ist es besonders wichtig, im Vorfeld eines Abschlusses nicht nur den Pflege Bahr Test zurate zu ziehen, sondern ebenso einen unabhängigen Versicherungsvergleich durchzuführen. Hier sollten Sie sich auf jeden Fall sowohl die geförderten als auch die ungeförderten Tarife anschauen. Nutzen Sie dafür unseren Vergleichsrechner, den Sie auf der linken Menüseite finden. Mit dem Versicherungsvergleich lässt sich direkt auf einen Blick erkennen, ob die geförderte Pflegezusatzversicherung für Sie sinnvoll ist oder nicht. Wer natürlich bereits gesundheitlich vorbelastet ist, hat zumeist nicht mehr die Möglichkeit eine ungeförderte Pflegeversicherung abzuschließen. Hier kann die bezuschusste Variante die einzige Möglichkeit sein, um privat für den Ernstfall vorzusorgen. Informieren Sie sich jedoch genau, ob die vereinbarten Leistungen tatsächlich die Versorgungslücke im Pflegefall schließen.

Gerne bieten wir Ihnen hier neben dem unabhängigen Versicherungsvergleich auch eine ebenso unabhängige Beratung durch einen freien Versicherungsmakler an. Verwenden Sie dafür bitte unser Anfrageformular auf der linken Menüseite. Ein unabhängiger Versicherungsmakler wird sich folglich bei Ihnen melden und Sie können gemeinsam die Ergebnisse des Versicherungsvergleichs auswerten und mögliche Fragen direkt klären. Neben dem Pflege Bahr Test sind der Versicherungsvergleich und die persönliche Beratung die beste Möglichkeit, um sich über die geeignete private Pflegezusatzversicherung zu informieren. Selbstverständlich können Sie im Gegensatz zum Pflege Bahr Test den Vergleich und die Beratung komplett kostenlos und unverbindlich in Anspruch nehmen. Es entstehen Ihnen keine Kosten, auch dann nicht, wenn Sie sich nur über Ihre Möglichkeiten informieren möchten. Sie entscheiden zu jedem Zeitpunkt selbst, ob Sie eine private Pflegeversicherung abschließen oder nicht.