Die häufigsten Fragen zum Pflege Bahr!

Bevor wir so richtig in das Thema einsteigen, ein paar einleitende Worte zu dieser Seite. Wir versuchen Ihnen hier die Thematik Pflege Bahr – Pflegeversicherung etwas näher zu bringen. Auf den Seiten werden Sie so weit es möglich ist kein Versicherungs-Chinesisch lesen. Wir versuchen die Pflege Bahr – Pflegeversicherung in einfachen Worten zu erklären. Sie haben die Möglichkeit, durch einen Klick auf „Vergleichsrechner“ auf der linken Seite, einen Vergleichsrechner aufzurufen, mit dem Sie verschiedene Gesellschaften miteinander vergleichen können.

Wer bietet die besten Leistungen zum kleinsten Beitrag?

Diese Frage beantwortet der Vergleichsrechner. Oftmals ist es so, gerade dann wenn Sie „noch“ gesund sind, dass es sich nicht rechnet eine Pflege Bahr abzuschliessen. Die „normalen“ Pflegeversicherung Tarife der Gesellschaften sind oft günstiger als eine Pflege Bahr mit staatlichem Zuschuss. Das liegt an der Kalkulation der Tarife. Der Vergleichsrechner berücksichtigt das und stellt die normalen Tarife in die Berechnung mit ein. So sehen Sie sofort die Unterschiede. Auf vielfachen Wunsch der User haben wir links im Menü ein Anfrageformular geschaffen. Wenn Sie Fragen zur Pflege Bahr, oder zur privaten Pflegeversicherung haben, können Sie uns diese Fragen mitteilen. Ein Altersvorsorge-Berater wird sich dann umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Dieser Service ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Nun zum Thema Pflege Bahr:

Wer im Alter Pflege benötigt, muss tief in die eigene Tasche greifen. Es ist kein Geheimnis, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bei Weitem unzureichend sind. Den größten Teil der Kosten muss aus den eigenen wirtschaftlichen Mitteln selbst finanziert werden. Wer hier nicht rechtzeitig vorgesorgt, liegt womöglich seinen Kindern oder Enkelkindern auf der Tasche. Der sogenannte Pflege Bahr soll hier Abhilfe schaffen und die Bereitschaft steigern, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Was ist der Pflege Bahr?

Benannt nach Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) soll der Pflege Bahr an den Erfolg der Riester-Rente anknüpfen. Es handelt sich folglich um eine staatliche finanzielle Unterstützung, die fast jeder Bürger in Anspruch nehmen kann. Wer ab 2013 eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, erhält die staatliche Förderung von fünf Euro pro Monat für seine private Vorsorgeleistung. Vorausgesetzt, er zahlt selbst mindestens zehn Euro pro Monat in die Police der privaten Pflegeversicherung ein.

Pflege-Bahr

Wer kann eine staatlich geförderte Pflegezusatzversicherung abschließen?

Die staatliche Förderung durch den Pflege Bahr kann fast jeder Bürger beantragen. Vorausgesetzt er hat das achtzehnte Lebensjahr vollendet und ist in der privaten bzw. sozialen Pflegeversicherung versichert (gesetzliche Pflegeversicherung). Zudem darf er noch keine Leistung der Pflegeversicherung beziehen oder bereits bezogen haben. Förderfähig mit dem Pflege Bahr ist immer nur ein Versicherungsvertrag der privaten Pflegezusatzversicherung pro Person.

Welche Pflegezusatzversicherung wird staatlich gefördert?

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene private Pflegezusatzversicherungen: die Pflegerentenversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegetagegeldversicherung. Wer jedoch die staatliche Zulage, den Pflege Bahr erhalten möchte, muss zwangsläufig eine Pflegetagegeldversicherung oder Pflegemonatsgeldversicherung abschließen. Alle anderen privaten Pflegezusatzversicherungen werden nicht durch den Pflege Bahr gefördert. Hinzu kommt, dass die abgeschlossene förderfähige Pflegezusatzversicherung für Pflegestufe III mindestens einen Betrag von sechshundert Euro pro Monat bereitstellen muss. Selbstverständlich kann hier jedoch auch ein höheres Pflegetagegeld vereinbart und der Pflege Bahr bezogen werden.

Damit der Pflege Bahr von monatlich fünf Euro für den Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung ausgezahlt wird, muss die Versicherung gewisse Bedingungen erfüllen:

  • Um sicherzustellen, dass wirklich jeder Versicherungsnehmer, der bereits in der gesetzlichen Pflegeversicherung versichert ist, auch die Leistungen einer privaten Pflegezusatzversicherung und somit den Pflege Bahr in Anspruch nehmen kann, gilt für die Versicherungsunternehmen ein Kontrahierungszwang. Das heißt, wer eine förderfähig Pflegezusatzversicherung anbietet, muss diese jedem erwachsenen Antragsteller anbieten. Risikozuschläge, eine Gesundheitsprüfung oder Leistungsausschlüsse sind nicht erlaubt. Die Höhe der tatsächlichen Versicherungsprämie hängt folglich nur noch vom Eintrittsalter des Versicherten sowie des vertraglich vereinbarten Leistungsumfangs ab.
  • care-costs-63612_640Die Versicherungsleistungen der Pflegezusatzversicherung dürfen ausschließlich Geldleistungen sein. Das heißt, der Versicherte erhält je nach Höhe der Pflegestufe ein zuvor vereinbartes Pflegetagegeld oder Pflegemonatsgeld. Damit der Pflege Bahr von fünf Euro ausgezahlt wird, muss das Pflegemonatsgeld für Pflegestufe III mindestens sechshundert Euro betragen. Zudem dürfen „die vertraglich vereinbarten Leistungen nicht höher sein als die Leistungen, die im Rahmen der sozialen Pflegeversicherung gewährt werden.“
  • Das Versicherungsunternehmen ist dazu verpflichtet, sich im Leistungsfall an die Feststellungen der zuständigen Pflegekasse zu halten. Hier darf der Versicherungsnehmer, insofern er Leistungen erhält, frei über das Geld verfügen. Zudem darf „die Wartezeit bis zum Beginn der Leistungspflicht höchstens fünf Jahre betragen.“
  • Damit der Pflege Bahr in Höhe von fünf Euro ausgezahlt wird, ist es erforderlich, dass der Versicherungsnehmer selbst pro Monat mindestens zehn Euro in die private Pflegezusatzversicherung investiert. Zudem muss dem Versicherten die Möglichkeit eingeräumt werden, dass er den Vertrag der Pflegezusatzversicherung rückwirkend zum Eintritt der Hilfsbedürftigkeit kündigen oder ruhend stellen kann.
  • Die Kosten für den Abschluss der privaten Pflegezusatzversicherung dürfen die gesetzlich vorgegebenen Grenzen keinesfalls überschreiten. Maximal sind zwei Monatsbeiträge bzw. zehn Prozent der Bruttoprämien zulässig. Damit liegen die Abschluss- und Verwaltungskosten für die geförderte Pflegezusatzversicherung deutlich unter den marktdurchschnittlichen Kosten für private Versicherungsverträge.

Muss ein Antrag für den Pflege Bahr gestellt werden?

Nein. Der Versicherungsnehmer muss keinen gesonderten Antrag stellen, um die staatliche Förderung durch den Pflege Bahr zu erhalten. Die Zulage wird automatisch ausgezahlt, sobald ein förderfähiger Versicherungsvertrag der privaten Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird. Die nötigen Formalitäten übernimmt das jeweilige Versicherungsunternehmen, bei dem der Vertrag abgeschlossen wird. Im Grunde muss sich der Versicherungsnehmer nicht mit der kompletten Abwicklung der staatlichen Förderung nach Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung beschäftigen.

Dass Versicherungsunternehmen übernimmt diese Aufgabe und beantragt jährlich den Pflege Bahr für den Versicherungsnehmer. Werden die gesetzlichen Kriterien erfüllt, erhält direkt der Versicherer die staatliche Zulage ausgezahlt. Bis dahin tritt die Versicherungsgesellschaft sozusagen für den Versicherungsnehmer in Vorkasse und zahlt über das Jahr verteilt monatlich die fünf Euro Pflege Bahr selbst in den Versicherungsvertrag ein.

Wie finde ich eine gute förderfähige private Pflegezusatzversicherung?

Damit Sie den Pflege Bahr erhalten und eine förderfähige privat Pflegezusatzversicherung mit besten Leistungen zu einem günstigen Preis finden, sollten Sie bestenfalls einen unabhängigen Versicherungsvergleich online verwenden. Durch den Vergleich haben Sie immer die Möglichkeit, verschiedene Tarife von unterschiedlichen Versicherungsunternehmen genau miteinander zu vergleichen. Dadurch sehen Sie direkt auf einen Blick, welche Versicherungsgesellschaft das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Wahl der geförderten privaten Pflegezusatzversicherung anbietet.